SSEB – Stabilitäts- und sicherheitsorientierte Entzugsbehandlung
 
   


SSEB – Stabilitäts- und
sicherheitsorientierte Entzugsbehandlung
Das Konzept der sicherheits-und stabilitätsorientierten Entzugsbehandlung (SSEB) resultiert aus einer intern durchgeführten Analyse von Abbrüchen und vorzeitigen Entlassungen im Zuge von Rückfällen bzw. fehlender Kooperation nach bereits fortgeschrittener Rehabilitationsdauer in der Facheinrichtung Ubuntu. Die Facheinrichtung Ubuntu ist eine Rehabilitationseinrichtung zur stationären traumapädagogischen Rehabilitation junger Drogenabhängiger in Trägerschaft des Vereins Ubuntu. Der Verein wurde 2005 gegründet und verfügt über 14 Reha-Plätze für drogenabhängige Burschen und Männer ab dem 17.Lebensjahr.

Bei der Analyse der vorzeitigen Entlassungen aus der Rehabilitation zeigte sich, dass darunter gehäuft polytoxikomane Patienten mit den Symptomen einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung bzw. einer dissoziativen Störung waren. Es treten dabei Störungen in der Affekt- und Impulsregulierung, der eigenen Identität, der Beziehungsgestaltung und Somatisierungsstörungen auf.

Die SSEB orientiert sich an der Stabilität der KlientInnen, da diese Zielgruppe mit ihren Erfahrungen von Ohnmacht, Angst und Einsamkeit durch körperliche und/oder sexuelle Gewalt, emotionale Misshandlung und Vernachlässigung in der Lebensgeschichte die Erfahrung von äußerer und innerer Sicherheit sowie Selbstermächtigung benötigen. Anhand unterschiedlichster Methoden erlernen KlientInnen, ihre eigene Stabilität einzuschätzen und selbstermächtigt Reduktionsschritte zu setzen, ohne dabei an Stabilität zu verlieren.
Inhalt:
- SSEB – sicherheits- und stabilitätsorientierte Entzugsbehandlung
- Stabilität in der Substitutionsbehandlung
- Stabilitätsprüfung für KlientInnen und Fachkräfte
- Psychoedukation
- Skillstraining und Umgang mit Craving
- Einsatz von Bedarfsmedikamenten
- Sicheres Rückfallsmanagement

Ziele:
- Einschätzung der eigenen Stabilität für PatientInnen
- Einschätzung der Stabilität der PatientInnen für Fachkräfte
- Vermeidung von Retraumatisierung während der Behandlung
- Diagnostik und traumasensible Behandlungsplanung
- Vermittlung von Kontrolle und Schutz
- Erfahrung innerer Sicherheit und Kontrolle für PatientInnen
- Sichere Dosisreduktionen
- Förderung der Selbsteinschätzung bez. Ressourcen und Entwicklungspotenzialen
- Erkennen von Zusammenhängen zwischen Traumatisierungen, der Suchtgeschichte und anderen seelisch-körperlichen Auswirkungen
- Bewusste Distanzierung von belastenden Erfahrungen üben ohne Kontrollverlust
- Themenspezifische Psychoedukation

Zielgruppe:
MitarbeiterInnen in allen sozialen und klinischen Bereichen der Suchthilfe


Dauer:
2 Module mit jeweils 2 Tagen


Seminarkosten:
€ 890,00 inkl. USt., inkl. Verpflegung, exkl. Nächtigung

Seminarzeiten:
2016
21. bis 22. November 2016, 09:00-17:00 Uhr

2017
02. bis 03. März 2017, 09:00-17:00 Uhr
08. bis 09. November 2017, 09:00-17:00 Uhr

2018
13. bis 14. März 2018, 09:00-17:00 Uhr

Seminarort:
Seminargasthof Eckbergerhof - Fam. Ferlinz
8462 Gamlitz, Eckberg 22
Tel: +43 (0)3453/2392, Mail: office@ferlinz.at


Info und Anmeldung:
Michaela Halper, +43 (0)3142/21063 oder m.halper@traumapaedagogik.at


 
 
 
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