Wörterbuch der Traumapädagogik
 
   


"Die Rolle des/der TraumapädagogIn ist es, wie ein Wörterbuch zu sein, in dem man immer nachschlagen kann."

Das Wörterbuch enthält alles, was man zum "Sätze bilden" braucht. Es können Wörter herausgesucht werden; die Wörter sind nach dem Alphabet geordnet, damit man sie leicht findet; Wörter, die man nicht versteht, werden übersetzt; wenn man sich das Wort nicht gleich merkt, kann man immer wieder nach blättern; es können für Wörter Synonyme gefunden werden; aus den Wörtern können eigene Sätze gebildet werden.

Das Kind, der Jugendliche oder der junge Erwachsene muss selbst lernen und viel üben, um eigene Sätze zu bilden. Aber das Wörterbuch greift nicht ein, um beim Schreiben zu helfen. Seine Aufgabe ist es da zu sein, Halt zu geben, zum Nachblättern bereit zu stehen. Es wartet, bis aus neuen Sätzen neue Geschichten geschrieben werden.

 
Wichtige Begriffe:

Achtsamkeit:
Vorgang, bei dem der Augenblick wahrgenommen wird, ohne diesen zu be- oder entwerten

Entlastung:
Handlungsweise, bei der Halt, Sicherheit, Stärke und Unterstützung vermittelt wird, damit ein Blick nach vorne wieder möglich wird

Fachlichkeit:
Wissen über die Qualitätskriterien und Methoden der Traumapädagogik zum besseren Verständnis der Handlungsweisen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und die Kompetenz zur Umsetzung im pädagogischen Alltag

Geborgenheit:
Zustand des Sicherheits- und Wohlgefühls. Geborgenheit symbolisiert Nähe, Wärme, Ruhe und Frieden

Klarheit:
Ausdruck, der von Einfachheit und Eindeutigkeit geprägt ist und keine Missverständnisse und Zweideutigkeiten zulässt

Langsamkeit:
Einstellung, Handlungen überlegt und Schritt für Schritt zu setzten und sich dabei Zeit zu nehmen, um das Wesentliche wahrzunehmen

Offenheit:
Fähigkeit, aufgeschlossen für neue Sichtweisen zu sein und den Mut aufzubringen, einen neuen Blickwinkel einzunehmen

Selbstermächtigung:
Fähigkeit, für sich selbst und sein Handeln Verantwortung zu übernehmen und eigene Entscheidungen zu treffen

Selbstfürsorge:
Sorgsames und achtsames Umgehen mit sich selbst zur Erreichung von Wohlbefinden. Dabei sind das Erkennen der eigenen Ressourcen und Stärken sowie der achtsame Umgang mit diesen zentrale Komponenten

Selbstkontrolle:
Erkennen von emotionalen Impulsen und bewusste Grenzsetzung, um sich von den Impulsen nicht überwältigen zu lassen

Selbstwirksamkeit:
Innere Überzeugung, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können, um damit im Leben etwas zu erreichen

Sicherheit:
Zustand, der frei von unvertretbaren Risiken ist beziehungsweise als gefahrenfrei angesehen wird

Struktur:
Schaffung sicherer Rahmenbedingungen mit einer transparenten Alltagsgestaltung und vorhersehbaren Handlungsweisen

Transparenz:
Nachvollziehbares Handeln, Vorherrschen einer offenen und klaren Kommunikation

Zusammenhalt:
Die Anforderung an den Einzelnen, in einer Gemeinschaft solidarisch und kameradschaftlich im Miteinander zu agieren

Zuverlässigkeit:
Einstellung einer Person, aufrichtig und vertrauenswürdig zu sein sowie gegebene Versprechen und Vereinbarungen zu halten

 
 
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